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Blessed Gérard’s Relief Fund

Nothilfe für Menschen und Familien im Großraum Mandeni · seit 4. Januar 1993

Der Relief Fund, heute Nothilfe-Fonds, wurde wenige Wochen nach der Gründung der Brotherhood eingerichtet. Er schafft Handlungsspielraum für akute Notlagen, die nicht in einen festgelegten Fachdienst passen: Hunger, fehlende Kleidung, ein Hausbrand oder eine andere soziale Krise, in der Menschen unmittelbar das Lebensnotwendige verlieren.

Eingerichtet4. Januar 1993
ArbeitsgebietGroßraum Mandeni, KwaZulu-Natal
HilfeformenLebensmittel, Kleidung, Decken, Kochutensilien, Baumaterial und Beratung
Seit 12. April 2026Nahrungsmittelhilfe der beendeten Malnutrition Clinic wird über den Relief Fund fortgeführt

Drei Dienste – drei unterschiedliche Aufgaben

Der Nothilfe-Fonds ist weder der medizinische Poor Sick Fund noch das für größere Schadenslagen entwickelte Disaster Relief Project. Der Poor Sick Fund ermöglicht notwendige Behandlung, wenn Armut sie verhindert. Der Relief Fund hilft einzelnen Haushalten in einer akuten existenziellen Notlage. Das Disaster Relief Project war für umfangreichere, koordinierte Katastropheneinsätze bestimmt.

1993: Ein Wassertank als wirksame Hilfe

Diane von Wrede berichtete 1993 von einem älteren Mann mit einer schweren Hautkrankheit. Die medizinische Behandlung scheiterte zu Hause immer wieder daran, dass die nächste Wasserstelle etwa zehn Kilometer entfernt lag. Die Brotherhood finanzierte deshalb einen Wassertank unmittelbar bei seiner Behausung. Erst dadurch konnten Hygiene und Behandlung dauerhaft gelingen.

Die Hilfe galt nicht nur der Krankheit, sondern dem Hindernis, das die Behandlung im Alltag unmöglich machte.

Brandhilfe 2019 und 2020

Am 4. September 2019 zerstörte ein Brand fünf Rundhütten einer Familie. Das Care Centre bot zunächst für einige Nächte Unterkunft in Ward 6 des Hospizes; anschließend unterstützte die Brotherhood die Familie drei Monate lang mit Kleidung, Decken, Kochutensilien und Lebensmittelpaketen.

In der Nacht zum 25. August 2020 brannte während eines Stromausfalls eine weitere Rundhütte nieder. Bereits am 26. August klärte die Sozialarbeiterin Nana Masikane bei einem Hausbesuch die konkrete Notlage. Die Familie erhielt Lebensmittel, Kochutensilien, Kleidung und Decken. Die Website nennt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine weiteren privaten Einzelheiten.

Fortführung der Nahrungsmittelhilfe

Mit Beschluss des BGCC-Vorstands vom 12. April 2026 wurde die Malnutrition Clinic als eigenständiger Dienst beendet. Die Nahrungsmittelhilfe endete damit nicht: Sie wird seitdem über den Relief Fund weitergeführt. So bleibt die unmittelbare Hilfe erhalten, während die Organisationsstruktur vereinfacht wurde.

Archiv und Datenschutz

Erhalten sind frühe Fallunterlagen, ein Bewertungsformular, Fotos sowie spätere Sozialarbeitsberichte. Dateien wie RENCKENS.SAM, DLAMINI.SAM und Assess.doc bleiben wegen möglicher personenbezogener Angaben im geschützten Arbeitsarchiv. Veröffentlichungen verwenden ausschließlich bereits öffentliche oder anonymisierte Informationen.

Quellen: BBG-Chronologie zur Einrichtung am 4. Januar 1993; Bericht von Diane von Wrede aus dem Jahr 1993; Sozialarbeitsberichte vom 4. September 2019 und 26. August 2020; Originalfotos aus dem Relief-Fund-Archiv; BGCC-Vorstandsbeschluss vom 12. April 2026; sowie die heutige offizielle Seite des Emergency Aid Fund.

Historische Dokumentation: Scheinbare Dubletten und verschiedene Bildfassungen bleiben im Archiv erhalten. Für diese Seite wurden ausgewählte Kopien in den Website-Ordner übernommen.