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Historische Projektdokumentation

Blessed Gérard’s Disaster Relief Project

Von der örtlichen Hochwasserbereitschaft in Mandeni zur internationalen Malteserhilfe.

1996: ein vollständiger Notfallplan

Für den 26. Januar 1996 waren am Tugela Überschwemmungen vorhergesagt, die nach Einschätzung der Wasserbehörde schwerer als die Flutkatastrophe von 1987 werden konnten. Die Brotherhood plante deshalb zwei Notunterkünfte: die katholische Kirche in Sundumbili für etwa 250 bis 300 Menschen und St. Anthony’s in Mandeni für weitere 150 bis 200.

Vorgesehen waren eine Koordinationsstelle im BBG-Büro und Einsatzgruppen für Organisation und Logistik, medizinische Versorgung, persönliche Betreuung, Verpflegung und Transport. Von 44 angerufenen aktiven Mitgliedern erklärten sich 31 sofort einsatzbereit. Der Transitional Local Council bestätigte die angebotene Hilfe. Der Plan musste nicht vollständig aktiviert werden, belegt aber schon früh eine bemerkenswert konkrete Katastrophenvorsorge.

2000: Hilfe für die Flutopfer in Mosambik

14. März 2000
Leihbescheinigung für einen allradgetriebenen Toyota Hilux an MHD und ECOM; Versicherung für den Auslandseinsatz bis Mitte Mai.
29. März 2000
Hilfstransport mit einem weiteren Fahrzeug und Anhänger; zwei medizinische Zelte, zwölf Feldbetten, Mobiliar sowie Material für Medikamentenausgabe und Patientendokumentation.
4. April 2000
Vorstandsbeschluss, die eigenen Einsatzkosten und die gelieferten Hilfsgüter als solidarischen Beitrag selbst zu tragen.
5. April 2000
Suche nach einer Möglichkeit, im Raum Chibuto einen Brunnen für etwa 50.000 Vertriebene zu bohren. Die Anfrage belegt die Planung, nicht die tatsächliche Ausführung.
9. Juli 2000
Feierliche Einweihung des Disaster Relief Project in Mandeni durch den Großhospitalier des Malteserordens, Albrecht Freiherr von Boeselager.

Der Einsatz verband lokale Kenntnisse und Personal mit dem internationalen Netzwerk des Malteserordens. In Mandeni standen Fahrzeuge, ein mobiler Erste-Hilfe- und Unterkunftswagen, Zelte, Feldbetten, ein Generator und medizinische Ausrüstung bereit. Mehr als 250 aktive Mitglieder bildeten einen möglichen Personalpool. Ziel war, Mandeni zu einem regionalen Katastrophenhilfe-Stützpunkt für das südliche Afrika zu entwickeln.

2004/2005: Soforthilfe nach dem Tsunami

Nach dem Seebeben im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 begann die Brotherhood mit medizinischer Soforthilfe. Bereits am 31. Dezember wurden Medikamente nach Madras in Indien und Bangkok in Thailand geflogen. Aktive Mitglieder wirkten außerdem in einem Kriseninterventionsteam mit, das zurückkehrende Überlebende psychologisch betreute.

Die erhaltenen Unterlagen dokumentieren ferner eine lokale Spendenaktion des Davenport Centre zugunsten des Blessed Gérard’s Disaster Relief Project. Damit verband sich internationale Hilfe erneut mit Mobilisierung und Solidarität vor Ort.

Erhaltene Originalquellen

Quellenkritik: Planungen und Anfragen werden nicht als vollzogene Maßnahmen dargestellt. Insbesondere ist die Brunnenbohrung nur als angefragtes Vorhaben belegt. Private Telefonnummern, Kontodaten und weitere Arbeitskontakte aus der Korrespondenz werden nicht veröffentlicht.

Historische Archivseite: Die Originaldateien bleiben unverändert im Projektarchiv. Diese Seite fasst nur überprüfbare, dauerhaft relevante Angaben zusammen.