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Seit 15. Mai 2000

Kinder- und Jugendheim

Aus provisorischen Krankenzimmern im Care Centre entstand ein staatlich anerkanntes Child and Youth Care Centre, das Schutz, Bildung und den Weg in ein selbständiges Leben verbindet.

Die Kinder waren zuerst da

Schon vor der formellen Gründung lebten mehrere schutzbedürftige Kinder im Care Centre, weil sie nicht sicher zurückgeschickt werden konnten. Am 2. Mai 2000 beschloss der Rat deshalb einstimmig, ein eigenes Children’s Home einzurichten. Am 15. Mai 2000 begann der geordnete Betrieb in abgetrennten Räumen des Care Centre mit zwei hauptamtlichen Caregivers und Platz für zehn Kinder.

Nicht zuerst ein Plan brachte die Kinder ins Haus. Die bereits anwesenden Kinder machten aus einer improvisierten Hilfe eine dauerhafte Verantwortung.

Vom Notquartier zum eigenen Gebäude

Schutz und Rechtssicherheit

Das Haus nahm verlassene, vernachlässigte, misshandelte, kranke und verwaiste Kinder auf und verband Betreuung mit medizinischer Versorgung. Die Quellen unterscheiden zwei rechtliche Meilensteine: eine Registrierung beim Department of Welfare im März 2006 und die spätere fachrechtliche Registrierung als Child and Youth Care Centre am 23. Dezember 2016. Bis die beiden amtlichen Bescheinigungen unmittelbar verglichen werden können, werden diese Schritte bewusst getrennt dargestellt.

Eine weitere institutionelle Quelle ist das Service Level Agreement für den Zeitraum vom 1. April 2020 bis 31. März 2023. Darin wird Blessed Gérard’s Care Centre (080-935 NPO) als Leistungserbringer des KwaZulu-Natal Department of Social Development bezeichnet. Das Dokument regelt allgemein Finanzierung, Aufsicht, Berichtspflichten und den Schutz der betreuten Kinder. Die vorliegende Archivfassung ist jedoch nicht unterzeichnet; der darin genannte Leistungsplan sowie Budget- und Bewilligungsanlagen fehlen. Sie belegt deshalb den vorgesehenen staatlichen Vertragsrahmen, nicht aber eine konkrete Fördersumme oder einzelne finanzierte Leistungen.

Von der Institution zur Familie

Seit 2023 wurde die frühere Heimstruktur in kleinere familienähnliche Einheiten umgebaut. Dort teilen überschaubare Gruppen Alltag, Mahlzeiten und Verantwortung mit verlässlichen Bezugspersonen. Der Umbau sollte nicht nur neue Räume schaffen, sondern den institutionellen Charakter des Hauses zurücknehmen.

SchutzEin sicheres Zuhause für Kinder, die nicht in ihre Herkunftssituation zurückkehren können.
GesundheitMedizinische Versorgung durch die unmittelbare Verbindung mit dem Care Centre.
BildungSchule, Ausbildung und bei Eignung weitere Unterstützung durch den Bursary Fund.
SelbständigkeitÜbergangshäuser bereiten ältere Jugendliche auf Haushalt, Beruf und ein eigenverantwortliches Leben vor.

Nicht festhalten – aber auch nicht fallenlassen

Am 21. Januar 2021 bezogen Jungen und am 26. Januar Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren eigene Trainingshäuser. Sie lernen dort einzukaufen, zu kochen, mit Geld umzugehen und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Die Begleitung kann über die Volljährigkeit hinaus durch Ausbildung und Studium fortgesetzt werden. Damit misst sich der Erfolg des Kinderheims nicht daran, wie lange jemand dort bleibt, sondern ob ein tragfähiger Weg ins eigene Leben gelingt.

Quellen

Datenschutz und Quellenkritik: Persönliche Lebensgeschichten von Kindern werden nur anonymisiert oder auf Grundlage einer belastbaren Veröffentlichungserlaubnis dargestellt. Die Daten 15. Dezember 2002 und 22. Juni 2008 sind durch die erhaltenen historischen Seiten und die heutige offizielle Chronik bestätigt. Die amtlichen Registrierungsurkunden von 2006 und 2016 liegen noch nicht als verlinkbare Webfassungen vor. Das Service Level Agreement ersetzt diese Registrierungsnachweise nicht.